Ausbildung

Kann man lernen, bei einem Abschied die richtigen Worte zu finden?

Man kann. Es ist ein Handwerk, und es ist erlernbar. Was Sie mitbringen müssen, ist die Bereitschaft, fremden Menschen an einem ihrer schwersten Tage zuzuhören.

  • Witten
  • Einzeln 1:1
  • Gruppe bis sechs
  • Claudia Conen persönlich
  • Erstgespräch 30 Minuten, kostenlos
Claudia Conen am Schreibtisch, schreibend, mit roter Mappe

Was in dieser Arbeit wirklich schwer ist

Nicht das Schreiben. Das Gespräch. Sie sitzen bei Menschen am Küchentisch, die seit drei Tagen kaum geschlafen haben, und müssen aus widersprüchlichen Erinnerungen ein Leben herausholen. Manchmal streitet die Familie noch währenddessen.

Nicht die Trauer der anderen. Die eigene. Wer Abschiede begleitet, nimmt Geschichten mit nach Hause. Wer nie gelernt hat, sie abzulegen, hört nach ein, zwei Jahren wieder auf — und das ist der häufigste Grund, warum Menschen diesen Beruf verlassen.

Und nicht der große Moment, sondern der kleine: Wenn jemand in der ersten Reihe zusammenbricht, während Sie sprechen. Darauf kann man sich vorbereiten. Die meisten tun es nicht.

Die Ausbildung zur Trauerrednerin

Das Gespräch, die Rede, der Tag — und der Teil, über den selten jemand spricht: wie Sie diese Arbeit über Jahre tragen können, ohne daran müde zu werden.

Preis im Vorgespräch

Zur Einordnung des Marktes: reine Video-Ausbildungen ab rund 950 Euro, Online-Kurse ab etwa 660 Euro, mehrtägige Seminare mit IHK-Zertifikat um 2.950 Euro. Der Umfang entscheidet, und den legen wir vorher gemeinsam fest.

  • Das Angehörigengespräch: fragen, ohne zu verhören; schweigen, ohne zu verlieren
  • Aus Erinnerungen ein Leben bauen — auch wenn die Familie sich uneins ist
  • Die Rede sprechbar schreiben: Atemstellen, Tempo, der Satz, der die Tränen trägt
  • Ihre Stimme in einem Raum, in dem alle weinen
  • Umgang mit dem, was hängen bleibt: Abstand finden, ohne kalt zu werden
  • Der Ablauf am Tag: Bestatter, Musik, Technik, Übergaben

Formate und Orte

Du wählst, wie und wo. Den Preis nenne ich dir vorher, schriftlich – er hängt am Format.

Live in Witten · 1:1

Du und ich, ein Tag oder mehrere Termine. Alles dreht sich um deine Stimme, deine Texte, deine Situationen.

Live in Witten · Gruppe 6:1

Sechs Menschen, eine Trainerin. Jeder steht mehrfach auf und redet; die anderen sind dein erstes Publikum.

Der Weg dorthin

  1. Vorgespräch

    Ich frage Sie, warum ausgerechnet dieser Beruf. Die Antwort sagt mehr über Ihre Eignung als jeder Lebenslauf. Es kostet nichts und verpflichtet zu nichts.

  2. Zuhören lernen

    Wir üben das Angehörigengespräch, bevor Sie eines führen. Mit echten Fällen, mit echten Widersprüchen, mit dem Moment, in dem jemand nicht weiterreden kann.

  3. Die Rede

    Aus Ihrem Gespräch entsteht ein Text. Wir arbeiten ihn so lange durch, bis er beim Sprechen trägt — und nicht nur beim Lesen.

  4. Sprechen

    Sie sprechen die Rede laut, vor Menschen. Stimme, Stand, Blick, Pausen. Das ist der Teil, den kaum jemand übt, und der Teil, an dem später alles hängt.

  5. Tragfähig bleiben

    Zum Schluss der Teil, den viele Ausbildungen auslassen: Wie Sie eine Trauerfeier hinter sich lassen, ohne sie zu verdrängen. Damit Sie den Beruf in fünf Jahren noch haben.

Nicht für Sie, wenn

  • Ihr eigener Verlust ist noch frisch. Dann wird jede Feier zur eigenen. Das hilft niemandem, Ihnen am wenigsten.
  • Sie suchen ein ruhiges Nebeneinkommen. Die Arbeit ist emotional fordernd, und die Termine kommen mit drei bis sieben Tagen Vorlauf.
  • Sie möchten Vorlagen, die sich anpassen lassen. Es gibt sie, und sie sind der Grund, warum Angehörige hinterher sagen, es habe nicht gepasst.
  • Sie wollen nicht über sich selbst sprechen. Der Umgang mit dem, was die Arbeit mit einem macht, ist hier Teil der Ausbildung und nicht optional.

Das steht hier, weil es stimmt. Wenn einer dieser Punkte auf Sie zutrifft, sagen Sie es im Vorgespräch — dann sparen wir uns beide die Zeit.

Häufige Fragen

Ich habe selbst jemanden verloren. Spricht das gegen mich?
Nein, es ist häufig der Anlass. Wichtig ist nur der zeitliche Abstand. Wenn der eigene Verlust noch frisch ist, wird jede Feier zur eigenen — das hilft niemandem, Ihnen am wenigsten. Darüber sprechen wir offen im Vorgespräch.
Muss ich religiös sein?
Nein. Eine freie Trauerrede ist keine kirchliche Handlung. Wichtig ist, dass Sie die Überzeugungen der Familie tragen können — auch wenn es nicht Ihre sind. Das ist eine Haltung, keine Frage des Glaubens.
Bekomme ich ein IHK-Zertifikat?
Nein, das stellen andere Anbieter aus. Wenn es für Sie entscheidend ist, nenne ich Ihnen im Vorgespräch die Adressen. Was ich Ihnen gebe, ist die Arbeit an Stimme, Gesprächsführung und Wirkung.
Wie oft wird man angefragt?
Das hängt von Ihrer Region ab und davon, welche Bestatter Sie kennen. Eine Zahl zu nennen, die ich für Sie nicht kenne, wäre ein Versprechen ohne Deckung. Was ich Ihnen sagen kann: Der Weg läuft fast immer über Bestatter, nicht über Anzeigen.
Kann ich das neben meinem Beruf machen?
Ja. Trauerfeiern liegen meist werktags vormittags, die Vorbereitung abends. Viele beginnen so. Rechnen Sie mit mehreren Stunden Vorbereitung je Feier — das Gespräch allein dauert oft zwei.
Was kostet die Ausbildung?
Der Preis hängt am Format – 1:1 oder Gruppe 6:1 – und am Ort. Sie bekommen ihn vor dem ersten Termin schriftlich, mit allem, was enthalten ist. Wie Sie zahlen, besprechen wir im Erstgespräch. Was Sie vorher wissen sollten: Ein Erstgespräch kostet nichts und dauert dreißig Minuten.
Geht das auch online?
Die Ausbildung ist als Präsenz angelegt – in Witten oder in Köln. Reden lernt man vor Menschen, nicht vor einem Bildschirm. Wenn Sie etwas Bestimmtes online brauchen, sagen Sie es im Erstgespräch; dann sehen wir, was geht.
Wie groß ist die Gruppe – und wie viel Zeit arbeite ich direkt mit Claudia Conen?
Höchstens sechs Menschen auf eine Trainerin, oder 1:1. Jeder steht mehrfach auf und redet; die Rückmeldung kommt von mir, nicht aus einem Handout. In der Gruppe sind die anderen fünf Ihr erstes Publikum.
Wie läuft die Anmeldung?
Erstgespräch, dreißig Minuten, kostenlos. Dann wählen Sie Format und Ort, und Sie bekommen eine schriftliche Bestätigung mit Preis und Terminen. Nichts davon verpflichtet Sie vor der Bestätigung.
Ich bin nah am Wasser gebaut – geht das trotzdem?
Ja. Gefühl ist kein Fehler, es ist der Grund, warum Menschen Ihnen zuhören. Sie lernen, es zu halten, statt es zu verstecken – mit Atem, mit Pausen, mit einem Text, der trägt. Wer nichts fühlt, sollte keine Reden halten.
Brauche ich ein IHK-Zertifikat?
Freier Redner ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Ein IHK-Zertifikat ist keine Voraussetzung, um Trauer- oder Hochzeitsreden zu halten – Angehörige und Paare fragen nicht nach einem Zertifikat, sondern danach, ob Sie zuhören können und ob Ihre Rede stimmt. Genau das üben wir. Wer ein Zertifikat für den Lebenslauf braucht, sagt es mir im Erstgespräch; dann sage ich ehrlich, was ich bieten kann und was nicht.

Sprechen Sie mit mir, bevor Sie sich entscheiden

Ein Vorgespräch, ohne Verpflichtung. Danach wissen Sie, ob diese Arbeit zu Ihnen passt. Und wenn ich den Eindruck habe, dass sie es nicht tut, sage ich es Ihnen.

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Claudia Conen

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Claudia Conen

Keynote-Speakerin, Trainerin, Coach und Autorin für unverwechselbare persönliche Wirkung. Sie trainiert Rhetorik, Storytelling, Präsentation und den Auftritt vor der Kamera – seit 37 Jahren, mit Unternehmern, Führungskräften, Speakern und Teams. Zu hören unter anderem bei Sat.1 und RTL; Autorin des „Trauerreden Ratgebers" und Mitautorin von fünf weiteren Büchern.

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