Warum gute Reden trotzdem nicht ankommen
Weil sie auf dem Papier funktionieren. Ein Text, der beim Lesen bewegt, kann beim Sprechen zerfallen: zu lange Sätze, keine Atemstellen, ein Höhepunkt, den die Stimme nicht trägt. Eine Rede wird gehört, nicht gelesen.
Weil viele Ausbildungen beim Schreiben aufhören. Der Text ist fertig, der Zertifikatsbogen ist unterschrieben, und die erste echte Feier ist trotzdem ein Sprung ins kalte Wasser.
Und weil niemand darüber spricht, was der Beruf mit einem selbst macht. Wer Abschiede begleitet, trägt Geschichten mit nach Hause. Wer das nicht gelernt hat zu sortieren, hört nach zwei Jahren wieder auf.
Die Ausbildung zur freien Rednerin
Ein Weg in drei Teilen: die Stimme, das Handwerk, der Auftritt. Am Ende haben Sie eine eigene Rede geschrieben, gesprochen und Rückmeldung darauf bekommen.
Preis im Vorgespräch
Zur Einordnung des Marktes: Reine Video-Ausbildungen beginnen bei rund 950 Euro, mehrtägige Seminare mit IHK-Zertifikat liegen zwischen 2.950 und 3.590 Euro. Was bei Ihnen sinnvoll ist, hängt vom Umfang ab — das klären wir, bevor Geld im Spiel ist.
- Arbeit an Ihrer Stimme: Atem, Tempo, Pausen, Tragfähigkeit im Raum
- Das Gespräch, aus dem eine Rede entsteht — mit Angehörigen, mit Paaren, mit Familien
- Vom Gespräch zum Text: Aufbau, Bilder, der Satz, der bleibt
- Der Auftritt: Stand, Blick, Umgang mit Technik, Umgang mit Tränen
- Eine eigene Rede, gesprochen und besprochen
- Wie Sie sich als Rednerin sichtbar machen, ohne sich zu verbiegen
Formate und Orte
Du wählst, wie und wo. Den Preis nenne ich dir vorher, schriftlich – er hängt am Format.
Live-Workshop in Köln · Gruppe 6:1
Ein Tag in kleiner Runde, sechs Teilnehmende. Jeder steht mehrfach auf und redet; die anderen sind dein erstes Publikum.
Live-Workshop in Witten · Gruppe 6:1
Dasselbe Format bei mir in Witten – sechs Menschen, eine Trainerin, ein Tag.
Live in Witten · 1:1
Du und ich, ein Tag oder mehrere Termine. Alles dreht sich um deine Stimme, deine Texte, deine Situationen.
Wie die Ausbildung aufgebaut ist
Vorgespräch
Kostenlos und ohne Verpflichtung. Ich höre Ihnen zu und sage Ihnen ehrlich, ob der Beruf zu Ihnen passt. Manchmal lautet die Antwort nein, und dann sage ich das auch.
Teil eins: Ihre Stimme
Bevor wir über Texte reden, arbeiten wir an dem Instrument, das sie tragen muss. Die meisten hören sich zum ersten Mal wirklich zu.
Teil zwei: das Handwerk
Das Gespräch führen, die Geschichte finden, die Rede bauen. Sie schreiben mit, nicht ab: Wir arbeiten an einem Fall, den Sie mitbringen.
Teil drei: der Auftritt
Sie sprechen Ihre Rede. Vor Menschen, nicht vor einem Spiegel. Danach bekommen Sie Rückmeldung — konkret, nicht nett.
Danach
Sie haben eine fertige Rede, eine Aufnahme Ihrer Stimme und eine Liste dessen, woran Sie weiterarbeiten. Auf Wunsch begleite ich Ihre erste echte Feier.
Nicht für Sie, wenn
- Sie brauchen ein IHK-Zertifikat. Mehrere Anbieter vergeben eines, ich nicht. Im Vorgespräch nenne ich Ihnen die Adressen.
- Sie wollen den Beruf ausprobieren, ohne vor Menschen zu sprechen. Hier wird ab dem ersten Tag laut gesprochen.
- Sie erwarten eine feste Zahl von Aufträgen danach. Die hängt von Ihrer Region und Ihrer Sichtbarkeit ab — eine Zahl zu nennen, die ich nicht kenne, wäre ein Versprechen ohne Deckung.
- Fremde Lebensgeschichten interessieren Sie nicht wirklich. Das ist der einzige Teil, den ich nicht beibringen kann.
Das steht hier, weil es stimmt. Wenn einer dieser Punkte auf Sie zutrifft, sagen Sie es im Vorgespräch — dann sparen wir uns beide die Zeit.
Häufige Fragen
- Bekomme ich ein Zertifikat?
- Kein IHK-Zertifikat. Mehrere Anbieter im Markt vergeben eines, ich nicht. Wenn ein Zertifikat für Sie entscheidend ist, sagen Sie es im Vorgespräch — dann nenne ich Ihnen die Anbieter, die eines ausstellen. Was Sie bei mir bekommen, ist Arbeit an Stimme, Wirkung und Handwerk.
- Ich habe keine Bühnenerfahrung. Ist das ein Ausschlussgrund?
- Nein. Die meisten kommen ohne. Ein Ausschlussgrund wäre etwas anderes: kein echtes Interesse an fremden Lebensgeschichten. Das lässt sich nicht nachschulen, alles andere schon.
- Kann ich davon leben?
- Am Anfang selten. Die meisten beginnen nebenberuflich. Freie Trauungen liegen am Wochenende, Trauerfeiern werktags — wer beides anbietet, kommt schneller auf eine tragfähige Zahl von Aufträgen. Wie viele Aufträge Sie bekommen, hängt von Ihrer Region ab und davon, wie sichtbar Sie sind. Zahlen, die ich nicht kenne, nenne ich Ihnen nicht.
- Wie lange dauert es?
- Das hängt vom Format ab und davon, wie viel Sie zwischen den Terminen üben. Im Markt reicht die Spanne von zwei Seminartagen bis achtzehn Wochen. Wir legen den Umfang im Vorgespräch gemeinsam fest.
- Ich weiß noch nicht, ob Trauer oder Hochzeit.
- Dann fangen Sie hier an. Die Grundlagen sind dieselben: zuhören, eine Geschichte finden, sie sprechbar machen. Die Unterschiede kommen danach, und dafür gibt es die beiden vertiefenden Wege.
- Was kostet die Ausbildung?
- Der Preis hängt am Format – 1:1 oder Gruppe 6:1 – und am Ort. Sie bekommen ihn vor dem ersten Termin schriftlich, mit allem, was enthalten ist. Wie Sie zahlen, besprechen wir im Erstgespräch. Was Sie vorher wissen sollten: Ein Erstgespräch kostet nichts und dauert dreißig Minuten.
- Geht das auch online?
- Die Ausbildung ist als Präsenz angelegt – in Witten oder in Köln. Reden lernt man vor Menschen, nicht vor einem Bildschirm. Wenn Sie etwas Bestimmtes online brauchen, sagen Sie es im Erstgespräch; dann sehen wir, was geht.
- Wie groß ist die Gruppe – und wie viel Zeit arbeite ich direkt mit Claudia Conen?
- Höchstens sechs Menschen auf eine Trainerin, oder 1:1. Jeder steht mehrfach auf und redet; die Rückmeldung kommt von mir, nicht aus einem Handout. In der Gruppe sind die anderen fünf Ihr erstes Publikum.
- Wie läuft die Anmeldung?
- Erstgespräch, dreißig Minuten, kostenlos. Dann wählen Sie Format und Ort, und Sie bekommen eine schriftliche Bestätigung mit Preis und Terminen. Nichts davon verpflichtet Sie vor der Bestätigung.
- Ich bin nah am Wasser gebaut – geht das trotzdem?
- Ja. Gefühl ist kein Fehler, es ist der Grund, warum Menschen Ihnen zuhören. Sie lernen, es zu halten, statt es zu verstecken – mit Atem, mit Pausen, mit einem Text, der trägt. Wer nichts fühlt, sollte keine Reden halten.
- Brauche ich ein IHK-Zertifikat?
- Freier Redner ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Ein IHK-Zertifikat ist keine Voraussetzung, um Trauer- oder Hochzeitsreden zu halten – Angehörige und Paare fragen nicht nach einem Zertifikat, sondern danach, ob Sie zuhören können und ob Ihre Rede stimmt. Genau das üben wir. Wer ein Zertifikat für den Lebenslauf braucht, sagt es mir im Erstgespräch; dann sage ich ehrlich, was ich bieten kann und was nicht.
Reden wir, bevor Sie sich entscheiden
Ein Vorgespräch kostet nichts und verpflichtet zu nichts. Danach wissen Sie, ob das Ihr Weg ist — und ich weiß, ob ich die Richtige dafür bin.
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